Dienstag, 5. Dezember 2006

Eine Geschichte des Adventskalenders

Die Wurzeln des Adventskalender reichen weit zurück.
So wurde in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Einfach, aber nicht weniger effektvoll, war eine andere Variante: 24 an die Wand oder Türe gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften (sog. Strichkalender). Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend.
Den Adventskalender in gedruckter Form gibt es erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Im schäbischen Maulbronn nähte eine Frau Lang 24 kleine Gebäckstücke auf einen Karton um ihren kleinen Sohn Gerhard damit die Zeit des Wartens zu "versüßen". Aufgrund dieser Kindheitserinnerungen ließ eben dieser Herr Lang in den ersten Jahrens des 20. Jahrhunderts den ersten Adventskalender drucken. Dieser bestand aus 2 Bögen, auf denen Zahlen und bunte Bilder gedruckt waren. Jeden Tag durfte man ein Bild ausschneiden und auf eine Zahl kleben. In den 20er Jahren kam dann der hinterklebte Kalender in der Form auf, wie wir ihn heute kennen - mit Türchen zum Öffnen, später auch mit Schokolade gefüllt.
Bei all den Neuerungen ging allmählich die ursprünglich religiöse Bedeutung verloren...

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